Zeitgeber Licht

Neuere Forschungen der Chronobiologie belegen, dass Licht unsere innere biologische Uhr stellt. Wie funktioniert dies?

Das Licht, das im Auge auf die Netzhaut fällt, setzt zum einen den visuellen Vorgang im Gehirn in Gang. Zum anderen wandelt das lichtempfindliche Pigment Melanopsin, das erst kürzlich auf der Netzhaut entdeckt wurde, das Licht in elektrische Signale um. Diese wiederum gelangen über den Sehnerv und den sog. suprachiasmatischen Nukleus (SCN) zur Zirbeldrüse, die verantwortlich ist für die Ausschüttung des "Schlaf"-Hormons Melatonin.

Der Melatonin-Gehalt im Blut ist es aber, der Wachheit und Munterkeit, Körpertemperatur und Schlafbedürfnis beim Menschen regelt. Dabei gilt: Je weniger Licht, desto mehr Melatonin wird ausgeschüttet und desto müder werden wir.

Fitmacher Licht

Durch den gezielten Einsatz von höheren Beleuchtungsstärken kann die Produktion des Hormons Melatonin wirksam unterdrückt werden. Dadurch erreicht man eine höhere Vitalität der Mitarbeiter und steigert damit Wohbefinden und Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters.

Dieses Phänomen tritt bei Nachtarbeitern besonders stark in Erscheinung. Durch hohe Beleuchtungsniveaus kann hier der Ermüdung während der Nachtstunden entgegengewirkt werden; außerdem werden Fehler vermieden. Es zeigt sich sogar, daß hohe Beleuchtungsstärken während der Nachtarbeit die Erholung in den Ruhephasen am Tage begünstigt.

Um die nächtliche Melatoninausschüttung zu unterdrücken sind Beleuchtungsstärken von 2000 lux erforderlich. Das in Büro- und Fertigungsbereichen übliche Beleuchtungsniveau von ca. 500 lux ist hierbei jedoch kaum wirksam.