Landtag Vaduz, Liechtenstein

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Architektur

Bauherr: Land Liechtenstein
Projektleitung: Anne-Claire von Braunmühl
Architekt: Hansjörg Göritz Architekturbüro
Planer: Licht Kunst Licht AG
Ort: Vaduz
Land: Liechtenstein
Baujahr: 2008
Fotos: Lukas Roth, Köln

Leuchten

Innenbeleuchtung:- Quadrature mit ELDACON in Bandmontage
- Hexal a mit Hochglanzreflektor, Sonderlösung
- Lunis S
- Siteco Lichtleiste mit Wandfluterreflektor

Siteco Lösungen erleuchten die politische Bühne

Der neue Landtag von Liechtenstein ist einer der interessantesten Architekturprojekte des Alpenraums. Im Inneren des Ensembles aus „Hohem Haus“ (Parlamentsgebäude), “Langem Haus“ (Abgeordnetengebäude und Fraktionsbüros), „Hortus“ (Gartenanlage) und Peter-Kaiser-Platz mit darunter liegender Tiefgarage erhellen Siteco Beleuchtungslösungen 25 Volksvertretern die Sicht auf die Dinge.

Siteco Leuchten fanden Anwendung in den Abgeordneten- und Fraktionsbüros des Langen Hauses, im Foyer, in den Konferenzräumen, in der Bibliothek und den Fluren sowie in den Regiekabinen des Hohen Hauses.  Vorgabe war, dass die Leuchten integraler Bestandteil der Architektur werden und sich optisch in das Erscheinungsbild des Backsteinensembles, das von mehr als eine Million ocker-sandfarbener Klinkersteinen bestimmt wird, einfügen.

Dazu kontrastiert ein dunkler Braunton, in dem alle exponierten metallischen Bauteile gehalten sind. So auch die Quadrature, die in abgehängter Variante als doppellängige Leuchte in den Büros des Langen Hauses installiert wurde. Durch ihr flaches, reduziertes Design wirkt sie sehr filigran und scheint durch ihre minimierten Pendelrohre förmlich unter der Holz-Zwischendecke zu schweben.

Eine weitere Herausforderung stellten auch das Foyer, die Konferenzräume und der Bibliotheksbereich. Die Installationen bestehen aus Bändern mit drei Lunis Einbaudownlights, die sich mit zwei Hexal® a-Leuchten mit Hochglanzreflektor wie bei einer Strichpunktlinie abwechseln, verborgen hinter mattierten Kunststoffscheiben, die flächenbündig in die Holzdecke eingelegt sind. Diese Kombination aus Downlights mit gerichtetem Licht und Langfeldleuchten mit eher breitstrahlender Charakteristik in Verbindung mit einer variablen Lichtsteuerung ermöglicht unterschiedliche Lichtszenarien, die den wechselnden Nutzungen in den einzelnen Bereichen angepasst werden kann.

Der Gang des  Langen Hauses folgt, wie der Grundriss des Gebäudes, dem Verlauf des Berghangs. Die Hangfußbebauung schließt nicht direkt an, sondern weist bergseitig eine Lichtfuge auf. Der Flur grenzt sich von diesem schmalen Lichthof durch eine Glasfront ab. Diese Konstellation versogt die hinteren Räume mit natürlichem Licht.
Erwünscht war eine „unsichtbare“ und der Lichtverteilung des natürlichen Vorbilds entsprechende Beleuchtung. Gelöst wurde diese Aufgabenstellung mit Siteco Lichtleisten für T16 Lampen mit einem Wandfluterreflektor, die so in die Stirnseite der abgehängten Decke integriert wurden, dass das Licht möglichst flach/streifend auf die Glasfront trifft. Da je flacher der Einfallswinkel, desto größer der Reflektionsgrad, wurden die Flurscheiben zum Teil der Lichttechnik und reflektieren rund 30 Prozent des Lichts auf den Boden. Der übrige Anteil beleuchtet die hangsichernde Wand des Innenhofes. Dadurch bleibt auch bei Nacht der Blickbezug nach Außen erhalten.


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