Grand Prix von China, 16. Oktober 2005
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Im Jahr 2004 feierte die Formel 1 ihr Debüt in China. In Anting, eine Stunde vom Stadtkern entfernt, entstand der neue Shanghai International Circuit. Auf 5,45 Kilometer Länge konstruierte der Aachener Streckenarchitekt Hermann Tilke den anspruchsvollen Rundkurs, der sieben Links- und sieben Rechtskurven umfasst.

 

Fernöstliche Kultur ...

Der Streckenverlauf ist an die Form des chinesischen Schriftzeichens "shang" angelehnt, das übersetzt 'hoch oben' bedeutet. Die längste Gerade befindet sich zwischen den Kurven 13 und 14. Dort können die Fahrer fast 1,2 Kilometer lang Vollgas geben und erreichen dabei eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h. Ein großer Vorteil der Strecke ist ihre Multifunktionalität. Sämtliche Formel-Serien, Sport- und Tourenwagen-Rennen, Motorrad-Läufe und Markenpokale können in Shanghai ausgetragen werden. Die Architektur der Gebäude, die auf dem Streckengelände errichtet wurden, ist in hohem Maße an die chinesische Geschichte, Natur und Technologie angelehnt. Boxengasse mit Rennkontrollturm sowie Haupttribüne mit Pressezentrum bilden eine zweitorige Anlage und spiegeln so die Bedeutung Shanghais als Tor zur Welt wider.

 

... kombiniert mit High-Tech-Mulitifunktionalität...

Die Dächer der sich gegenüberliegenden Nebentribünen greifen die Form von Lotusblättern auf und symbolisieren den unabdingbaren, schützenden Ausgleich der Natur zur Technik. Auch bei der Auswahl der Farben, Rot und Gold, wurde hier nichts dem Zufall oder freikünstlerischer Willkür überlassen. Denn, so die chinesische Philosophie: 'Wenn Glück (Rot) und Macht (Gold) zusammenkommen, ist der Erfolg nicht aufzuhalten'. Trotz dieser vielfältigen Anklänge an die chinesische Kultur ist das neue Prestigeobjekt Shanghais durch dynamische Gebäudeformen und High Tech-Materialien wie glänzendes Aluminium, Glas und Edelstahl geprägt. Die technisch aufwändigste und wohl bislang auch teuerste Formel-1-Strecke der Welt entstand in nur 18 Monaten Bauzeit.

 

... und gelenktem Licht.

Siteco Spiegel-Werfer-Technik beleuchtet die Zugangsbereiche der neuen Formel 1 Rennstrecke in Shanghai. Die Lichtverteilung bewirkt eine scharfe und genaue Abgrenzung der definierten Flächen. Ausschließlich die befestigten Bereiche sollten beleuchtet werden. Dunkelheit sollte da verbleiben, wo es nachts Sinn macht: auf den Grün- und Rasenflächen. Die Siteco Spiegel-Werfer-Technik steht insgesamt ganz unter dem Zeichen der Inszenierung einer beeindruckenden Symbiose zwischen fernöstlicher Tradition und westlichem Know-how. Generell wird sie immer dort eingesetzt, wo anspruchsvolle und architektonisch integrierte Lichtlösungen gefragt sind.

Architektur
Bauherr:
Projektleitung:
Architekt: Hermann Tilke , Aachen
Planer: Consuline, Italien; Tronsin Illuminating Technique LTD; Siteco
Installateur:
Ort: Shanghai
Land: China