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02.07.2012 Humboldt-Box: Leuchtender Solitär auf Zeit
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Die OSRAM-Tochter Siteco beleuchtet die Humboldt-Box, das temporäre Informations- und Kommunikationszentrum für das Berliner Stadtschloß. Steuerbare Lichtleisten zeichnen die Gitterrahmen des Gebäudes nach und betonen so die polygonale Stahlstruktur.


Die verantwortlichen Architekten von KSV Berlin bezeichnen die „Architektur auf Zeit“ der Humboldt-Box als eine kommunizierende Raumskulptur: Im Inneren multifunktional nutz- und gestaltbare Ebenen, denen die jeweiligen Nutzer ihre endgültige Gestalt geben - im Äußeren eine Skulptur mit einer veränderbaren Hülle.

Die markante Struktur des Stahlskeletts bildet den Rahmen für die veränderbaren textilen Flächen der Gebäudehülle. Zwischen dem Gewebe und der eigentlichen Gebäudehülle aus Porenbeton entsteht ein ca. 30 cm breiter Zwischenraum, der hinterleuchtet ist. Rund 800 Siteco SiPLAST® Feuchtraum-Lichtleisten mit KNX-Steuerung wurden an der Tragstruktur des Kubus angebracht. Den klaren horizontalen und vertikalen Gitterrahmen folgend, unterstreicht das lineare Licht die polygonale Form des Gebäudes. Durch einen Wechsel des Gewebes oder der Lichtfarbe kann die äußere Erscheinung der Humboldt-Box im Laufe der mehrjährigen Standzeit, etwa bei einem möglichen Wechsel der Ausstellungsinhalte, verändert werden. Als strahlendes Gesamtkunstwerk macht sie Berlin um eine Attraktion reicher.

In den Innenräumen wurde auf eine Verkleidung der Decken und Wände weitestgehend verzichtet. Die robusten Oberflächen entsprechen dem temporären Charakter des Hauses und ermöglichen eine große Flexibilität bei der Gestaltung der Ebenen. Eine ebenso reduzierte Lösung hat man für die Beleuchtung der Innenräume gewählt. Der über mehrere Ebenen als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzte Innenraum, erhielt eine Grundbeleuchtung über rund 500 freistrahlende Lichtleisten von Siteco.

Bis zur Fertigstellung des Zukunftsprojektes Humboldt-Forum übernimmt die Humboldt-Box die Aufgabe, über die Inhalte des zukünftigen Humboldt-Forums und die Gestaltung des Schlossplatzes sowie über das Bauprojekt als solches zu informieren. Mit 3.000 qm Fläche und insgesamt 28 Metern Höhe auf fünf außergewöhnlichen Ebenen ist der architektonische Solitär beeindruckender Blickpunkt, Informations- und Ausstellungsraum, Aussichtsplattform und Event-Location in einem. Entworfen vom Berliner Architekten-Trio Krüger, Schuberth und Vandreike strahlt die Humboldt-Box zwischen den historischen Bauten in Berlins Mitte eine futuristische Leichtigkeit aus. Als temporäres Gebäude wird sie mit Fertigstellung des Humboldt-Forums nach einer voraussichtlichen Standzeit von acht Jahren zurückgebaut.


Eckdaten:
Architekt: KSV Krüger Schuberth Vandreike, Berlin
Lichtkonzept: Lichtvision, Berlin
Elektroplaner: Winter Ing., Berlin
Installateur: Kramer Elektro, Rangsdorf
Megaposter GmbH: Planung, Errichtung, Refinanzierung und Betrieb
Leuchten: Siteco Beleuchtungstechnik GmbH

Fotos: K. Pagel